Dienstag, 28. Juni 2016

Darf man heute noch Hausfrau sein? [Blogparade]

Sonja von Sonjas besondere Welt hat zur Blogparade "Darf man heute noch Hausfrau sein?" aufgerufen.
Gerne schreibe ich hierzu ein paar meiner Gedanken nieder.
Ein paar Fragen stammen von Sonja´s Seite direkt und andere habe ich mir selbst gestellt.
Der folgende Blogpost wird etwas anders als die anderen und ist eher in Form eines Interviews.

Bist du Hausfrau oder arbeitest du?
Momentan bin ich noch in Elternzeit, daher eine Hausfrau. Ende Juli endet meine Elternzeit und ab Mitte August werde ich dann wieder in meinen alten Beruf zurückkehren.

Welche Reaktionen bekommst du von deinem Umfeld, wenn du ihnen sagst, dass du Hausfrau bist?
Die Reaktionen sind ganz unterschiedlich. Die einen finden es gut, dass ich momentan nur für mein Kind da bin und andere fragen ob es finanziell überhaupt machbar ist.
Aber negative Reaktionen habe ich bisher keine wirklich gehört. Liegt wahrscheinlich daran, dass ich nur das erste Jahr zu Hause bleibe.

Bist du gerne Hausfrau?
Ehrlich gesagt nicht wirklich. Ich gehe nicht zu 100% in der Aufgabe auf und bin daher froh, wenn ich wieder arbeiten gehe. Ich bin leider überhaupt nicht der Hausfrauentyp, der die ganze Zeit zu Hause das Kind betüdelt und den Haushalt schmeißt - Das ist nicht meine Welt.

Würdest du gerne länger als 1 Jahr Hausfrau sein?
JA - definitiv JA, ABER ich bin das einfach nicht. Klar würde ich super gerne länger für mein kleines Kind da sein und eine tolle Hausfrau, Ehefrau und Mutter sein, aber ich kann das einfach nicht.
Ich gehe unter darin, fühle mich nicht wohl und freue mich auf die Abwechslung, wenn ich wieder arbeiten gehe und mein kleiner Spatz in die Krippe geht.

Findest du es unmöglich, wenn andere Frauen nurnoch Hausfrau und Mutter sind und nicht arbeiten gehen? 
NEIN - definitiv NEIN! Wenn es für sie das richtige ist und sie sich zu 100% in dieser Rolle als Hausfrau und Mutter erfüllt fühlen, dann ist es völlig ok. Ich finde es toll, wenn Mütter nur für ihre Kinder da sein können, weil sie die Zeit haben. Und wenn sie dann noch die perfekte Ehefrau sind, wo Essen auf dem Tisch steht, wenn der Ehemann nach Hause kommt - meinen Respekt!
Ich könnte dies alles nicht Tag für Tag, ich brauche die Abwechslung und muss auch Zeit für mich haben.


Meine gesehenen Vorteile des Hausfrau seins:
  • Zeit für die Kinder - jede Entwicklung wird live mit erlebt
  • Zeit für den Haushalt - Die Wohnung ist top (Vorrausgesetzt die Kinder gehen in die Kita/Schule)
  • Mehr Zeit für Freunde und Familie

Meine gesehenen Nachteile des Hausfrau seins: 
  • weniger Geld durch nicht arbeiten
  • weniger Abwechslung als mit Arbeit
  • Die Decke könnte einem auf den Kopf fallen

Fakt ist es muss jede Frau für sich selbst entscheidden dürfen, was für sie das richtige ist.
Keiner sollte einem sagen, was man zu tun und zu lassen hat.
Dem einem liegt es halt den Haushalt zu schmeißen, die perfekte Ehefrau zu sein und die Kinder zu betüdeln - Tag für Tag.
Dem anderem jedoch fehlt es an Abwechslung in diesem Job und braucht die Arbeit zwischendurch.
Alles völlig ok, denn jeder Mensch ist unterschiedlich und jeder Mensch hat einen eigenen Charakter und eigene Vorstellungen vom Leben.

Montag, 13. Juni 2016

Sommerdiät für den Geldbeutel Zwischenbericht Mai [nachträglich]



Huch da war der Monat doch schon wieder um, ohne, dass ich es bemerkt habe.
Fix wie die Zeit rennt - auch an so etwas merkt man es.

Ich wollte jeden Monat einen Zwischenbericht abliefern zu der laufenden Blogbarade / Challenge, die am 01.04.2016 gestartet hat.

Meinen Anfangspost hierzu findet ihr hier

Wie ging es mir damit im Mai?

Ziemlich gut soweit, wobei ich sagen muss, dass ich zwischenzeitlich aber auch schwach geworden bin.
Hierbei handelt es sich aber nicht um viele Euros, sondern nur um Kleinigkeiten, also denke ich doch noch im Rahmen ;-)
Abnehmen konnte ich leier nicht durch den Verzicht auf Süßigkeiten, allerdings wenigstens mein Gewicht halten.

Ansonsten habe ich mir nichts extra gekönnt und nur Geld fürs nötige ausgegeben.
Wobei ich zugeben muss, dass wir etwas nachlässig geworden sind, was den Einkauf angeht.
Da muss ich dann doch nochmal scharf drauf schauen.
Aber anhand der Tatsachen, dass Autoversicherung und Co. KG an der Reihe waren geht es unseren Konten doch überraschend gut.

Ab nun werde ich wieder verstärkt darauf achten, was wir kaufen.
Ab sofort wieder weniger für die Seele, sonern nur das was gebraucht wird.

Wir sehen uns dann Ende des Monats mit einem neuem Zwischenbericht wieder.

Mittwoch, 11. Mai 2016

Die perfekte Mama...Unmöglich...Gibt es nicht...


Immer wieder kommt man an diesen Moment, wo man sich wünscht perfekt zu sein.
Man sieht immer die anderen Mamas, wo man denkt, diese sind perfekt.
Solche Mamas, die ungefragt um die Ecke kommen mit ihren schlauen Tipps, die du nicht hören willst.

Solche Tipps, die dich verunsichern, ob alles gut ist, wie du es macht - die dich denken lassen du schaffst es eventuell nicht alleine.
Das Baby ist kaum auf der Welt, schon wirst du mit Ratschlägen von allen Seiten bombadiert, wodurch der Druck entsteht eine "perfekte Mama" zu sein.
Doch es gibt kein perfekt, es gibt kein richtig und kein falsch.

Über alles, egal was du als Mama machst, wirst du immer wieder Einwände dritter hören.
Es gibt so viele Themen, wo es die Gesellschaft wohl besser zu wissen scheint.
Anfangs bist du verunsichert und magst schon auf einige Fragen nicht mehr antworten.

In deinem Kopf kommt die Frage nach dem "Wieso läuft es nicht so perfekt wie bei anderen?"
Die Antwort ist ganz einfach, du bist NICHT die anderen - DU bist DU!

Es gibt kein richtig oder falsch, kein perfekt oder unperfekt.
Einzig du alleine entscheidest für dich, was richtig für dich und dein Baby ist.

Es ist egal, ob du dein Baby stillst oder mit der Flasche fütterst - nichts davon ist falsch, denn jede Mutter gibt, egal wie, seinem Baby die Nahrung die es braucht.

Es ist egal, ob dein Baby alle 2 Stunden oder alle 4 Stunden etwas isst, denn jedes Baby ist anders und hat eine verschiedene Nahrungsaufnahme.

Es ist egal, ob du die teuren Windeln benutzt oder die günstigen, denn jedes Baby - Popöchen reagiert anders.

Es ist egal, ob du dich stundenlang mit deinem Baby auf den Boden setzt und spielst oder nebenbei mit dem Handy zugange bist - mir kann keine Mutter erzählen sie tut es nicht.

Es ist egal, dass deine Wohnung nicht immer so sauber ist, dass man vom Boden essen kann - Du machst schon sauber, wenn es nötig ist.

Es ist egal, ob dein Baby schnell durchschläft oder seine Zeit braucht und Nachts seine Mama braucht - jedes Baby schläft anders und wir werden ab und zu ja auch nachts wach, also wieso nicht auch ein Baby?

Keiner hat dir zu sagen, wie du etwas machen sollst.
Keiner hat dir zu sagen, was falsch und was richtig ist.

DU hast DEIN Kind 9 Monate lang in deinem Bauch und unter deinem Herzen wachsen lassen,
DU hast DEIN Kind auf die Welt gebracht.

Was ich damit sagen will ist, dass nur DU weißt, was genau dein Kind jetzt braucht und was für euch richtig ist und womit es euch am besten geht.

Ich habe auch lange gebraucht, um das zu sehen, aber inzwischen weiß ich genau, dass mein Mutterinstinkt mir sagen wird, was richtig ist und was falsch.


FAKT IST: FÜR DEIN KIND WIRST DU IMMER DIE PERFEKTE & BESTE MAMA DER WELT SEIN!!! ES WIRD DICH LIEBEN OHNE WENN UND ABER!!! UND WENN DU DEN HAUSHALT MAL NICHT SCHAFFST, WEIL DU DEIN KIND MIT LIEBE ÜBERSCHÜTTEST, DANN WIRD DICH DEIN KIND DAFÜR VIEL MEHR LIEBEN ALS FÜR EINE BLITZEBLANKE WOHNUNG!!!

Samstag, 30. April 2016

Challenge Sommerdiät für den Geldbeutel - Schlussbericht oder Verlängerung?!


Vor 30 Tagen begann ich mit der Challenge (https://wiktoriaslife.com/blogparade-sommerdiaet/), die Alicja von Wiktorias Life
und Hjördis von  Eulenleben ins Leben gerufen haben.
Hierbei ging es darum auf gewisse Dinge, die man sich selbst aussuchen konnte, zu verzichten und so Geld ein zu sparen.
Diese Idee fand ich so klasse, dass ich sofort mal mitgemacht habe.
Meinen Startbeitrag findet ihr hier.

Ich wollte auf bestimmte Dinge verzichten und habe es tatsächlich auch geschafft.

Statt Geld für Online spielen aus zu geben habe ich nurnoch Geld gewonnen, also ein klare Plus erwirtschaftet =)

An Süßigkeiten gehe ich wie selbstverständlich vorbei und kaufe mir keine - vor ca. 4 Wochen noch völlig undenkbar.

Neue Kleidung habe ich mir auch nicht gekauft, wobei ich das hätte gedurft, denn meine Schuhe gehen kaputt und meine Kleidung passt seit der Schwangerschaft nicht mehr wirklich - aber dennoch finde ich was zum anziehen, also muss ich nicht nackt rum laufen ;-)

Es fiel mir wirklich nicht schwer auf diese Sachen zu verzichten.
Anfangs war es schon schwer an den tollen Angeboten vorbei zu gehen und sie nicht zu kaufen, aber inzwischen denke ich so, dass es auch Geld ist, was man sparen könnte und hey, es klappt super.
Ich bin ganz erstaunt, wie selbstverständlich ich auf all das verzichten kann.
Auch Geldtechnisch haben wir wesentlich weniger Geld ausgegeben als den Monat davor, das Konto schreibt andere Zahlen.

Und was soll ich sagen?!
Ich bekomme von dieser Challenge nicht genug, weshalb dies hier kein Schlussbericht wird, sondern nur ein weiterer Zwischenbericht.

Ich werde in die Verlängerung gehen und werde versuchen die komplette Zeit der Challenge zu nutzen.

Sprich ich verlängere meine Challenge bis zum 31.07.2016 - ob ich das wohl schaffen werde?
Ich werde es versuchen, als Herrausforderung für mich.
Alle 4 Wochen werde ich eine Zwischenbilanz ziehen in Zukunft.




Freitag, 15. April 2016

Halbzeit Sommerdiät für den Geldbeutel!


Heute ist Tag 15 der kleinen Challenge, die Alicja und Hjördis ins Leben gerufen haben.
Das Ziel war 30 Tage lang auf bestimmte Dinge zu verzichten.
Nun bin ich an Tag 15 angekommen, das heißt Halbzeit.

Ich habe mich dazu entschlossen einen kleinen Zwischenbericht ab zu liefern.

Wie geht es mir?

Mir geht es sehr gut. Es fällt mir irgendwie nicht so schwer wie ich dachte auf bestimmtes zu verzichten. Ich fühle mich gut dabei und habe das Gefühl komplett das richtige zu tun.

Auf was konnte ich ohne Probleme verzichten?

Ohne Probleme konnte ich bisher darauf verzichten, Geld fürs online spielen aus zu geben. Es fällt mir nicht sonderlich schwer. Das Geld, was ich dort verspiele, das sind Gewinne aus schon gespielten Spielen - sprich ich spiele nur mit Geld, was dort eh ist, aber nicht auf meinem Konto!

Was war anfangs schwierig darauf zu verzichten?

Anfangs sehr schwierig waren für mich die Süßigkeiten. Zu gerne stöbere ich in der reduzierten Ecke beim Einkaufen.
Zu oft sind dort Süßigkeiten massiv runtergesetzt, da sie nicht mehr all zu lange haltbar sind.
Doch inzwischen kann ich Nein sagen und suche in der besagten Ecke nur nach sinnvollen reduzierten Dingen, die man brauchen tut - z.B. Katzenfutter etc.

Möchte ich die Liste der zu verzichtenden Dinge erweitern?

Nicht direkt, jedoch möchte ich bei mehreren Dingen nun nochmal öfter nachdenken, ob es nicht vielleicht eine günstige Alternative gibt... Zum Beispiel ob ich jetzt unbedingt diesen Joghurt mitnehmen muss oder ob es auch ein großer Pott normaler Vanillejoghurt tut, der jedoch günstiger kommt.

Also auf geht´s in die nächste Hälfte und wer weiß, vielleicht werden diese 30 Tage am Ende doch noch erweitert?! Seid gespannt!

Donnerstag, 31. März 2016

Ebbe im Geldbeutel?! - Diät für den Geldbeutel!


Ebbe im Geldbeutel? Geld für unnötiges ausgegeben? Zu viel gekauft ohne es zu brauchen? Das ist natürlich doof so zum Sommer hin und zur Urlaubszeit hin.
Zeit für eine Diät - nicht für uns, sondern für den Geldbeutel.

Wie oft kaufen wir Kleidung, die dann mit Etikett noch ewig im Schrank hängt?
Wie oft kaufen wir etwas zu essen, was wir dann doch nicht essen und dann im Müll landet?
Wie oft ärgern wir uns, weil wir uns etwas gekauft haben, was das Geld nicht wert war oder was wir eigentlich nicht brauchen?

ZU OFT!!!

Alicja Wiktoria von Wiktoria´s Life und Hjördis von Eulenleben haben sich darüber mal Gedanken gemacht und diese etwas andere Art von Blogparade ins Leben gerufen, die eher eine kleine Challenge ist.

Ich finde diese Idee so klasse, dass ich auch diese Herausforderung annehmen möchte.
Erst heute beim Einkaufen fiel meinem Mann und mir auf, dass wir in letzter Zeit, seitdem wir eher darauf achten, was wir kaufen sehr viel weniger Geld ausgeben.
Wir möchten dies gerne fortführen und nun bin ich auf diese tolle Blogparade gestoßen und möchte es gerne versuchen auf bestimmte Dinge zu verzichten.
Da ich momentan sowieso abnehmen möchte passt es mir ganz gut, denn da fällt mir schonmal eine Sache ein, auf die ich verzichten möchte ;)

Ich habe mir Gedanken gemacht auf was ich denn alles verzichten möchte in dieser Zeit, was Geld kostet:

  • Ich spiele gerne mal im Internet auf einer Seite Online-Spiele, wo man um Geld spielen kann. Dort zahle ich auch gerne mal ein. Auf das möchte ich in dieser Zeit verzichten, denn da gehen im Monat gerne mal 20-30€ drauf.
  • Ich nasche liebend gerne, aber da ich sowieso abnehmen möchte, kommt diese Challenge mir grade super in den Kram. Also in dieser Zeit KEINE SÜßIGEITEN,KEIN EIS & KEIN CHIPS!
  • Obwohl ich eh eigentlich in letzter Zeit bzw. seit der Geburt meines Sohnes nicht shoppen war für mich, kann ich ja trotzdem mal reinpacken KEINE KLEIDUNG KAUFEN, DIE ICH NICHT BRAUCHE! 
Ich trete diese Challenge erst einmal für 30 Tage an und schaue dann, wie es weitergeht.
Den Zeitraum setze ich vom 01.04.2016 bis zum 30.04.2016!

Ob ich es schaffe?! Wir werden es sehen - Let´s Go!

Freitag, 11. März 2016

Mama sein - kein einfacher Job


Den folgenden Post möchte ich gerne der Blogparade von 
Daniela (http://keep-cool-mama.de/) widmen.
Sie fragte nach der Größten Herausforderung einer Mutter.
Ich denke dazu passen meine niedergeschriebenen Worte und Gedanken ganz gut.
Aber lest selbst =)


Mama sein?! Definitiv nicht einfach.

Als Mama bist du rund um die Uhr anfangs da für dein Baby, Zeit für dich musst du lange suchen.
Als Mama läufst du manchmal stundenlang mit dem Baby auf dem Arm durch die Wohnung.
Als Mama hast du Rückenschmerzen vom vielen Tragen.
Als Mama musst du Baby betüdeln und gleichzeitig den Haushalt schmeißen, denn wer möchte im Chaos leben?!
Als Mama bist du rund um die Uhr einsatzbereit.
Nachts bist du mit dem Kind Stunden wach, wenn es nicht schlafen kann - es seidenn du hast so einen traumhaften Ehemann, der das manchmal auch übernommen hat (Schatz ich liebe dich).
Wochenende?! Was ist denn das? - Ich bin 24 Stunden, 7 Tage die Woche im Dienst.
Spontan weg gehen? Hmmmm nein - nicht ohne Babysitter.
Manchmal liegt die Wäsche tagelang in der Wachmaschine, weil man nicht dazu kommt sie auf zu hängen.
Im Schrank sind keine Teller mehr, das Geschirr stapelt sich in der Küche - totz Spülmaschine.

Aber ich werde mit dem kostbarsten Gut der Welt bezahlt - Das Lächeln meines Kindes, wenn es glücklich ist oder der Anblick, wenn es friedlich schläft...
Bevor ich Mama wurde sah ich, wie so viele vorher, überall immer nur das perfekte.
Ich dachte ich schaff das schon, ich werde das schon wuppen.
Klar schaffe ich das, es haben auch andere geschafft - Soooooo scchwer kann das nicht sein.
Man sieht überall lachende Kinder, hört von allen Seiten wie toll Mama sein ist.
Ich sah zwar auch andere Seiten des Mama seins, denn ich kannte schon Leute mit Kindern, aber in meinem engen Freundeskreis war ich die erste, die sich weitere Schritte in ein festes & erwachsenes Leben begab.
Früh begann ich nicht mehr so viel feiern zu gehen, saß eher gemütlich mit Freunden zu Hause und genoss den Abend - während die anderen feiern waren saß ich mit Freunden bei einem gemütlichen Sit In zu Hause.
Damals war das für die anderen "uncool" und so unternahm man dann mit den einen mehr und mit den anderen weniger.
  • Ich war die erste im engen Freundeskreis, die mit ihrem Freund zusammen zog
  • Ich war die erste, die sich verlobt hat
  • Ich war die erste, die dann geheiratet hat
  • Und schlussendlich war ich auch die erste, die schwanger geworden ist
Damit hatte ich nie viele Vergleiche und sah somit nur "fremde" Mamas mit ihren Babys.
Ich hatte zwar zu dem Zeitpunkt eine Freundin, die schon ein Kind hatte und auch ein zweites bekommen hatte, aber die Tochter war zu dem Zeitpunkt schon älter und da unser Kontakt für ein paar Monate still lag bekam ich beim zweiten Kind eine Zeit lang nicht viel mit.

Durch das Internet kannte ich sehr liebe Mamas, die auch mal nicht so schöne Seiten des Mama-Lebens preisgaben, aber das war irgendwie nicht so nah dran.
Schreiben kann man ja schließlich viel ;-)

Also beschloss ich letzendlich ins schöne Abenteuer Baby zu stürzen - ohne, dass ich genau wusste was mich erwarten würde.

Am 07.12.2014 um 08:30 Uhr hielt ich dann den lang ersehnten positiven Test in den Händen, auf dem dick und fett "schwanger 3+" stand - da gab´s kein Vertun.
Die Schwangerschaft verlief bis auf Sodbrennen und unendlicher Müdigkeit völlig problemlos und wunderschön.

Ich genoss die Schwangerschaft in vollen Zügen und konnte es kaum erwarten mein kleines Baby in den Armen zu halten.

Nachts vom 29.07.2015 auf den 30.07.2015 platzte dann die Fruchtblase.
Eine Mischung aus unendlicher Freude und Panik machte sich breit.
Ich sollte bald mein eigenes kleines Baby in den Armen halten - UNGLAUBLICH!!!
Ich hatte Angst, Angst vor der Geburt und der Zeit danach.
Aber als ich dann am 31.07.2015 um 02:41 Uhr nach einer langen, anstrengenden Geburt meinen kleinen Schatz in den Armen hielt empfand ich einfach nurnoch pures Glück <3

Ab da begann mein neues und bisher größtes Abenteuer in meinem Leben - Mama sein!

Ab da an hatte ich Angst, Angst irgendwas falsch zu machen.
Trotz der Hilfe der Hebammen & Schwestern fühlte ich mich einfach unsicher - Der neuen Herrausforderung nicht gewachsen.
Schon die ersten Nächte waren eine Kostprobe von dem, dass Mama sein nicht einfach sein wird.
Ich bekam wenig Schlaf am Stück, schlief eigentlich immer wenn das Baby schlief.
Dadurch, dass das Stillen aufgrund eines zu hohen Gelbsuchtwertes dem kleinen zu anstrengend war, musste ich alle 4 Stunden abpumpen, zusätzlich jedoch immer wieder versuchen ihn an zu legen.
Weil meine Milch noch nicht reichte musste ich zusätzlich auch zu füttern, damit er satt wurde.
Teilweise habe ich gegessen und gleichzeitig abgepumpt.
Ich war total kaputt...
Dazu kamen noch Bauchweh beim kleinen, weshalb er viel schrie und zwar so sehr, dass selbst eine Zimmernachbarin ausgezogen ist - freiwillig.
Auf Klo gehen oder Duschen?! Das Kind ablegen?! Nicht möglich.
Zum Glück kam mein Mann jeden Tag bei uns vorbei, was es etwas leichter machte, denn so musste ich nicht am besten 10 Arme haben.

Nach 5 Tagen Krankenhaus durften wir endlich nach Hause - Ich dachte zu Hause wird alles besser - Wie naiv ich doch war.
Die ersten 2 Wochen waren noch super.
Mein Mann hatte Urlaub und ich konnte so mein Wochenbett "genießen".
Er umsorgte mich und den kleinen Wurm und jeden Tag kam unsere Hebamme und sah nach uns.
Eigentlich eine Erleicherung, doch irgendwie war es für mich zusätzlichr Stress.

Als der Urlaub von meinem Mann vorbei war und er wieder eigentlich fast immer von 10-20 Uhr arbeiten war, begann dann für mich der richtige harte Alltag einer Mama.
Wobei ich sagen muss zeitweise ging es super- er schlief viel.
Haushalt konnte ich wenn es nach meinem Mann ginge liegen lassen, da er verstand, dass ich mich noch erholen muss.

Ab da an gingen die Tage und Wochen und sogar Monate wie im Flug vorbei...
Täglich den selben Trott, die ersten Wochen abpumpen, füttern, Windel wechseln usw . und das immer wieder von vorne.
Erleichterung war erst da, als er endlich richtig an der Brust getrunken hat und ich nicht mehr abpumpen musste, denn das war ein enormes Zeitersparnis.

Die ersten Monate hatte der kleine oft Bauchschmerzen, dann war nur im Fliegergriff durch die Wohnung laufen toll.
Schlafen war oftmals Mangelware, meistens schlief er auf Mama, weswegen die Wohnung aussah wie Sau - störte mich nicht, denn ich liebte es, wenn der kleine Wurm auf mir schlief und wie gerne ich ihn dann betrachtet habe - Hach, tolle Erinnerungen!

Oftmals lief ich rum wie ein Zombie - Zerzauste Haare, Jogginghose, Augenringe bis zum Kinn und ungeschminkt.
Hey, dass mein Mann mich trotzdem noch attraktiv fand war in Wunder.

Das Stillen klappte aber nie so gut wie bei den anderen Muttis, weshalb ich die erste Zeit sehr selten unter Leute gegangen bin, selten raus gegangen bin.
Denn außer Haus stillen?! In der heutigen Gesellschaft?! Hmmmmm irgendwie nicht so mein Fall.
Also waren die ersten Monate nur kurze Ausflüge drin oder zu Verwandten nach Hause, wo ich mich zurückziehen konnte zum Stillen.
Es hat eine Zeit gedauert, bis ich mich traute vor anderen Leuten zu stillen, die ich kannte, aber nie in der Öffentlichkeit - dazu fehlte mir leider das gewisse Selbstvertrauen.

Ich war so endlos müde die ganze Zeit, so ausgelaugt, antriebslos...
Sollte das meine Erfüllung sein?! Mama sein?!
In vielen Momenten war es für mich eher zerstöhrend oftmals.
Aber wem kannst du erzählen, dass Mama sein dich nicht zu 100% erfüllt?!
Ha finde da erstmal jemanden, der dir nicht Sätze an den Kopf wirft wie:
  • Du hast es dir doch ausgesucht!
  • So schlimm kann es ja nicht sein, wenn du dein Baby über alles liebst!
  • Wieso bist du dann  Mama geworden?
  • Klar ist Mama sein nicht nur einfach, da musst du durch!
 Das sind Sätze, die du in solchen Momenten einfach nicht hören willst. Klar sind das Sätze von meistens kinderlosen Freundinnen gewesen.
Ja, ich habe es mir ausgesucht, aber Gott sei Dank wusste ich vorher nicht genau, was mich erwartet.
Und klar liebe ich mein Baby über alles, es ist mein Leben, aber was hat das denn damit zu tun, dass es seeeeeeeeeeeeehr anstrengend ist? Nichts =/
Wieso ich Mama geworden bin?! Weil Kinder unser Leben bereichern, weil sie mit einem Lächeln die Welt bunter machen und und und.
Jaja ich muss da durch, aber darf Mama nicht mal jammern?!

Doch auch Mama darf mal jammern, muss sie sogar, denn man kann nicht ewig die perfekte Welt für die anderen spielen. Sonst geht man daran kaputt.
Hmmmmmm ok also auf viel Verständnis traf man nicht. Eher hatte man das Gefühl sich rechtfertigen zu müssen, wieso, weshalb und warum man Mama geworden ist, wenn es doch so schwer ist.
Auch unter den Mamas aus meinem Geburtsvorbereitungskurs sah irgendwie alles so perfekt aus.
Stillen klappte super, die Babys schienen ruhig zu sein.
Jaaaaaa das war der erste Eindruch, ABER den Mamas ging es teilweise genau wie mir, nur wusste ich das zu dem Zeitpunkt noch nicht.
Inzwischen weiß ich, dass diese genau die gleichen Probleme manchmal haben wie ich, denn inzwischen redet man dadrüber.

Anfangs versuchte man irgendwie noch perfekt da zu stehen, der Druck eine perfekte Mama zu sein.
Perfekte Mamas gibt es nicht, aber dazu werde ich noch einen Post veröffentlichen irgendwann.

Wirklich einfacher mit dem kleinen Baby wurde es erst, als ich Brei einführte.
Er liebte den Brei, den Löffel in den Mund nehmen und machte irgendwann beim Essen, wenn es denn schmeckte "mmmmmhhhhh".
Inzwischen bekommt er Mittags und Nachmittags Brei und seitdem ist er sehr viel zufriedener, lacht viel und spielt begeistert.

Aber dennoch haben wir im Moment (7 Monate alt) wieder eine sehr schöne Phase, wo Mama wieder am Nervenlimit ist.
Momentan habe ich eine kleine Jammertrine zu Hause... Sehr schreckhaft und immer nur Mama,Mama,Mama.
Auch das Schlafen gehen ist momentan die größte Katastrophe.
Weil er sich momentan so viel bewegen kann (er krabbelt schon und zieht sich am Bett hoch) ist still im Bett liegen bleiben und einschlafen ja total doooooooof.
In den letzten Tagen gibt es auch keinen Mittagsschlaf und es wird viel gemeckert und geweint.
Ins Bett bringen benötigt momentan 4 oder mehr Anläufe und er schläft auch sehr unruhig - dreht ich immer hin und her und brummt vor sich hin im Schlaf.
Naja aber hey, inzwischen weiß ich ja, dass auch bald wieder bessere Zeiten kommen, die wunderschön sind - also aufstehen, Krone richten und weitermachen.